Florida und Bahamas, März/April 2010





Flug




Miami


Um einen Space-Shuttle-Start zu erleben, ging es Mitte März nach Florida. Noch vor Beginn des Urlaubes wurde der Start verschoben. Also musste auch der Urlaub etwas umgeplant werden, was sich aber lohnen sollte.

Die Lufthansa brachte mich zunächst vom verschneiten Dresden nach Düsseldorf und dann weiter nach Miami. Unterwegs boten sich interessante Ausblicke auf London und Kanada. Der Anflug auf Miami war dann einfach spektakulär.

In Miami angekommen stand zunächst die Einreisekontrolle an. Die war zwar mit etwas Aufwand verbunden, aber insgesamt kein Problem. Danach bekam ich meinen Mietwagen - oder besser: ich nahm ihn mir. Denn der Kunde hat freie Auswahl. Schlüssel steckt! Über eine Brücke erreichte ich Miami Beach, wo das Hotel für die erste Nacht gebucht war.




Kennedy Space Center




Atlantikküste


Gleich am ersten Tag stand das längste Teilstück der Rundreise auf dem Programm. Von Miami führte die Fahrt, vorbei am Kennedy Space Center, zur ältesten Stadt der USA, St. Augustine. Das Fahren macht Spaß. Zu den Vorteilen von Tempomat und Automatikgetriebe kommen die entspannte Fahrweise der Amerikaner und die einfach zu lesenden Verkehrszeichen, auf denen immer steht, was gemeint ist.

Das Kennedy Space Center ist ein riesiges Erlebnis. Neben den Attraktionen des Besucherkomplexes kommt man auf einer Bustour bis auf rund 1,5 km an das auf der Startrampe stehende Space Shuttle heran. Interessant sind Auftritte von Astronauten, die von ihrem Beruf erzählen.

In St. Augustine sind viele historische Gebäude aus der wechselvollen Geschichte zu sehen. Schon wieder etwas weiter südlich bietet Daytona Beach ein ganz anderes Erlebnis: Der Strand kann mit dem Auto befahren werden. Wenn man nicht stecken bleibt, ist dies sehr vorteilhaft. In den Hotels direkt am Strand wurde kräftig gefeiert. Gar nicht weit entfernt befindet sich auch die berühmte Rennstrecke Daytona International Speedway.




Orlando




Golfküste


Für eine Stadtbesichtigung auf der nächsten Zwischenstation Orlando hat die Zeit nicht gereicht, aber dafür für drei Freizeitparks an drei Tagen: SeaWorld, Universal Studios und Islands of Adventures. Während bei Seaworld neben einigen Achterbahnen Shows und Präsentationen von Meerestieren im Vordergrund stehen, sind es in den Universal Studios das Erleben bekannter Filme und bei Islands of Adventure Unterhaltung und Nervenkitzel mit diversen Fahrgeschäften.

Ein weiterer Freizeitpark ist Busch Gardens in Tampa. Dort stehen afrikanische Tiere im Vordergrund. Außerdem bietet der Park einige spektakuläre Achterbahnen. Nach einer kurzen Rundfahrt durch die Stadt ging es quer über die Tampa Bay zum nächsten Hotel in Clearwater, dem Ort mit den besten Stränden der USA.

Beeindruckend ist die Überquerung der Tampa Bay auf der Sunshine Skyway Bridge. Bald folgt dann Sarasota mit dem Kunstmuseum des Zirkuskönigs Ringling. In der Nähe von Fort Myers befindet sich Sanibel Island. An den ruhigen Stränden der Insel werden ständig jede Menge Muscheln angespült. Die letzte größere Stadt vor den Everglades ist Naples, ein sehr lebhafter Ort mit Stil und schönem Strand.




Everglades




Keys


Zwischen Naples und Miami liegen die Everglades, ein riesiges Feuchtgebiet. Die unterschiedlichen Vegetationszonen, z. B. Zypressen- und Mangrovenwälder oder Schilfgebiete, kann man gut vom Wasser aus erkunden. So zeigt die 10.000-Inseln-Fahrt den Bereich an der Küste, während man mit dem Propellerboot bequem durchs Schilf gleitet. Bei den Ausflügen sieht man viele Tiere: Delfine, die das Schiff begleiten, oder Alligatoren, die in der Sonne dösen. Auf der Straße von Florida City nach Flamingo durch den Nationalpark kann man bei kurzen Spaziergängen die verschiedenen Vegetationszonen und ihre Bewohner kennen lernen.

Bevor es zurück nach Miami geht, noch ein kurzer Abstecher nach Key West. Die Fahrt begann erst unspektakulär, aber schon bald zeigten die Keys ihre Schönheit: türkisblaues Wasser, Palmenstrände, kleine Inselchen und viele Brücken. Dazu Wärme und spätestens in Key West karibisches Flair. Abends feiern die Menschen in den Bars. Der Sonnenuntergang wird besonders ausgiebig zelebriert.

Nun war endlich die Zeit gekommen, Miami etwas genauer kennen zu lernen. Das war aber schwieriger als gedacht, denn am Wochenende war hier der Teufel los. Von den Menschenmassen einmal abgesehen, beeindruckt die Architektur. Ob Art-Deco-Stil in Miami Beach oder moderne Wolkenkratzer in Miami, es gibt viel zu sehen. Sehr schön sind auch die Strände von Miami Beach. Hier tummeln sich ebenfalls tausende Urlauber. Im Miami Seaquarium sind viele verschiedene Shows mit Meerestieren zu erleben. Ebenfalls ein Erlebnis ist der Besuch eines Basketballspiels der Miami Heat.




Bahamas




Space-Shuttle-Start


Gar nicht weit vor Florida liegen die Bahamas. Also warum nicht mal eine kurze Kreuzfahrt dahin machen? Die Norwegian Sky verließ den Hafen von Miami zusammen mit vielen anderen Kreuzfahrtschiffen. Der Blick zurück auf die Skyline der Stadt faszinierte noch bis nach dem Sonnenuntergang. Auf dem Schiff wurde fast rund um die Uhr etwas geboten. Zusätzlich standen interessante Landausflüge auf dem Programm: Kajakfahren auf Grand Bahama Island mit anschließender Pause am Gold Rock Beach, Schwimmen mit Delfinen, Besichtigung des Atlantis-Hotels und Stadtrundgang in Nassau auf New Providence sowie Stranderholung, Schnorcheln und Parasailing auf der Privatinsel der Reederei, Great Stirrup Cay.

Nach der Ankunft in Miami sollte die Reise eigentlich zu Ende sein. Allerdings musste der Urlaub ja wegen des verschobenen Shuttle-Starts um einige Tage verlängert werden. Also ging es noch einmal nach Orlando: zuerst wieder an der Atlantiküste entlang, wo die Städte Fort Lauderdale und Palm Beach liegen, später durchs Landesinnere am riesigen Lake Okeechobee vorbei. In Orlando waren dann noch zwei Tage Zeit für Disney-World. Um dort alles zu sehen, braucht man sicher eine Woche, aber ein kurzer Überblick über die vier Themenparks mit genug Achterbahnfahrten war schon drin. Epcot stellt verschiedene Nationen und Zukunftstechnologien vor. Das Magic Kingdom ist der "klassische" Disney-Park mit Märchenschloss und Attraktionen für Kinder. Im Animal Kingdom trifft man auf Natur und Tiere, und in den Hollywood Studios sind Filme das Hauptthema. Zum Abschluss konnte ich auch noch ein Basketballspiel der Orlando Magic erleben.

Ohne Unterbrechung ging es dann aber schon wieder ins Kennedy Space Center, wo am Morgen des Ostermontags der Start der Raumfähre Discovery stattfand. In der Nacht waren sämtliche Attraktionen des Besucherkomplexes geöffnet. Immer mehr Besucher, die eine Karte ergattert hatten, strömten auf die Beobachtungsplätze - die Glücklichsten wurden auf eine Wiese am NASA Causeway gefahren, von wo die beste Sicht bestand. Der Audiokommentar und der Countdown wurden dorthin übertragen. Fast alles lief glatt, und so konnte die Discovery pünktlich um 6.21 Uhr starten. Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis. Am Nachmittag war sogar noch Zeit für einen Strandbesuch, bevor es dann am nächten Tag zurück in die Heimat ging.


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