Iridium-Flare vom 19. 6. 2000



Das chemische Element Iridium besitzt die Ordnungszahl 77. Genau so viele Satelliten waren für das globale Mobilfunknetz Iridium vorgesehen. In einer verkleinerten Variante sind nun für den Betrieb nur noch 66 Satelliten notwendig. Die tatsächliche Satellitenzahl ist aber höher, da einige Satelliten bereits außer Betrieb sind und zusätzliche Reservesatelliten in die Umlaufbahn gebracht wurden.

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Aber wie kommt es eigentlich zu den Flares? Die drei Hauptantennen eines jeden Satelliten sind mit einer glänzenden Oberfläche versehen. Wenn die Sonne im richtigen Winkel auf die Antennen scheint, können wir auf einem kleinen Gebiet auf der Erde ein kurzes Aufleuchten beobachten. Das häufig unbeachtete Schauspiel findet mehrmals am Tag statt, bevorzugt in der Morgen- und Abenddämmerung. Befindet sich der Beobachter nahe genug am Zentrum des Reflektionsereignisses (nicht weiter als 10 km entfernt), kann für einige Sekunden ein Licht deutlich heller als die hellsten Sterne wahrgenommen werden.

Die Bilderfolge zeigt einen Flare am 19. Juni 2000 um 22.38 Uhr MESZ. Am oberen Bildrand ist zufällig ein Stern mit - natürlich - konstanter Helligkeit sowie Position zu sehen. Darunter der Satellit, der im Maximum eine Helligkeit von -7m erreichte.

Videos: Iridium1.avi - 192x142, 368 kB
Iridium2.avi - 320x240, 703 kB

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Bei Heavens Above kann sich jeder die Daten für seinen Heimatort berechnen lassen.

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