Polarlichter am 20. November 2003



Schon drei Wochen zuvor hatte ich über starke Aktivitäten auf der Sonne berichtet, die von drei großen Sonnenfleckengruppen ausgelöst worden waren. Nach einer Umdrehung der Sonne sind die Flecken wieder da (Bild links) und sorgen erneut für Aufsehen. Materieausbrüche am 18. und 19. November erreichten die Erde am 20. November und erzeugten erneut Polarlichterscheinungen, die bis nach Südeuropa sichtbar waren.

Auch in Chemnitz erlaubte das Wetter diesmal eine Beobachtung. Gegen 19 Uhr MEZ begann der Nordhimmel großflächig grün zu leuchten. Etwa eine halbe Stunde später kamen rote Strahlen mit schnell wechselndem Aussehen hinzu. Der gesamte Nordhorizont zwischen Ost und West leuchtete, die Ausdehnung reichte über den Zenit bis zu Mars im Süden, vor dem ein grünes Band lag. Auch nach einer weiteren Stunde war das Schauspiel noch nicht zu Ende. Jetzt waren grüne Strahlen über den gesamten Nordhorizont verteilt.

Meine Bilder auf der rechten Seite können leider nicht ganz mit den länger belichteten Aufnahmen anderer Fotografen mithalten. Allerdings zeigen sie, dass sich schon mit der Videokamera verschiedene Farben und Formen festhalten ließen. Sie entstanden gegen 19.30 Uhr MEZ.

Später am Abend soll es weitere Beobachtungen gegeben haben. Vorhersagen zukünftiger Ereignisse gibt es bei Spaceweather.


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