Venus 2005

Beobachtung besonderer Ereignisse im Jahresverlauf



Seit Mitte Mai ist Venus wieder am Abendhimmel zu sehen. Zwar ist sie noch kein besonders auffälliges Objekt, jedoch ist sie bereits kurz nach Sonnenuntergang mit bloßem Auge tief am Nordwesthimmel zu erkennen.

Schon am Anfang der Abendsichtbarkeitsperiode kam es zu einer interessanten Konstellation: Venus begegnete auf ihrer scheinbaren Bahn den Planeten Saturn und Merkur. In der letzten Juniwoche bildeten die drei Planeten ein Dreieck, das jeden Abend anders aussah. Saturn näherte sich Venus am 25. Juni bis auf 1,3, Merkur am 27. Juni sogar bis auf 4' (vier Bogenminuten).

Die beiden oberen Bilder zeigen die Begegnung zwischen Merkur und Venus (oben) am Abend des 27. Juni. Wie man erkennen kann, ist Venus deutlich heller als Merkur (-3,9 m gegenüber -0,2 m). Sie war daher eine gute Aufsuchhilfe für ihn. Saturn (0,2 m), der etwas südlicher stand, war am hellen Abendhimmel nur noch im Teleskop zu erkennen.


Bis Ende September ist Venus immer noch kein auffälliges Objekt geworden. Sie hält sich kurz nach Sonnenuntergang nach wie vor in Horizontnähe auf und ist daher nur kurze Zeit beobachtbar. Deswegen blieb auch die Begegnung zwischen Venus, Jupiter und Mond in der ersten Septemberwoche fast unbemerkt. Wie das Bild vom 6. September zeigt, heben sich die drei Himmelskörper kaum vom Abendhimmel ab. Besonders Jupiter ist nur mit viel Mühe zwischen Venus und Mond (etwas oberhalb der Verbindungslinie) zu erkennen.




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